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Wissenswertes über Insekten

Wissenswertes über Insekten

Das Königreich im Wald - die Rote Waldameise!


Ihr kennt sicher die großen Hügel der Waldameisen - die Ameisenhaufen. So ein Ameisenhaufen ist nicht selten über einen Meter hoch und hat einen Umfang von vier Metern und mehr. Um den Hügel anzulegen, tragen die Tiere abgefallene Tannennadeln und Holzstückchen zusammen, dazu kleine Pflanzenteile und auch Erde. Der „Wohnbereich“ der Ameisen ist aber etwa doppelt so groß wie der Ameisenhaufen den ihr sehen könnt. Das Nest geht mindestens noch einmal so tief in die Erde. 


Im Nest der Roten Waldameise (Formica rufa) leben schätzungsweise zwischen einer 100.000 und einer Millionen Tiere zusammen. In jedem dieser „Königreiche“ leben mehrere Königinnen, die nur damit beschäftigt sind Eier zu legen und so ständig für Nachwuchs sorgen. 


Die Hauptmasse eines Ameisenstaates wird durch Arbeiterinnen gebildet. Diese erledigen alle Aufgaben im Nest, von der Aufzucht der Brut über Jagd und Verteidigung bis zum Nestbau. So gibt es Soldatinnen, die die Verteidigung des Nestes übernehmen, Außendienstameisen, die das Futter heranschaffen, Ammenameisen, die sich um die Aufzucht der Larven und Puppen kümmern. 


Ameisen kommunizieren über Berührungen und zwanzig verschiedene Düfte. Ameisen legen von ihrem Bau zu den Futterquellen so genannte Ameisenstraßen an, die durch Düfte markiert sind. 


Im Inneren des Ameisenhaufens geht es nicht wild durcheinander, wie man meinen könnte. Alles ist genau organisiert. Die Königinnen haben ihre Kammern in der Mitte des Hügels. Die Räume für Eier, Larven und Puppen sind streng getrennt. Die Nesteingänge werden geschlossen, wenn es regnet oder kalt wird. 


Wenn ihr einen Ameisenhaufen im Wald findet, beobachtet doch einfach mal das muntere Treiben dieser kleinen Insekten.

Das Taubenschwänzchen

Macroglossum stellatarum
Macroglossum stellatarum
Macroglossum stellatarum

Ein Kolibri?


Das Verhalten des Taubenschwänzchens ist sehr zu verwechseln mit dem der Kolibris. Kolibris sind nicht viel größer und haben diesen berühmten Schwirrflug. Sie bleiben an einem Punkt, schwirren und stecken ihren Schnabel in den Kelch der Blüte. Die Taubenschwänzchen verhalten sich ähnlich. Mit einem langen gebogenen Rüssel ziehen sie den Nektar aus der Blüte.


Das Taubenschwänzchen – wissenschaftlich Macroglossum stellatarum – gehört zu den Schwärmern, einer Gruppe eigentlich nachtaktiver Schmetterlinge. Das Taubenschwänzchen aber fliegt auch tagsüber vor allem Blüten mit langem Kelch an, weil es da den Vorteil seines gut drei Zentimeter langen Saugrüssels gegenüber kurzrüssligen Insekten am besten ausspielen kann. Gerne kommen die Taubenschwänzchen in Gärten, wo sie an Geranien, an Lichtnelken, Phlox und Sommerflieder Nektar tanken. Selbst bei Regen ist das Taubenschwänzchen im Gegensatz zu vielen anderen Insekten aktiv. An besonders heißen Tagen meiden die Taubenschwänzchen die Mittagszeit und fliegen vor allem morgens und in den Abendstunden bis in die Nacht hinein.


Jeden Tag isst das Taubenschwänzchen fast das Doppelte seines eigenen Körpergewichts. Deswegen muss er Tag und Nacht von Blüte zu Blüte schwirren.


Die Taubenschwänzchen sind wahre Sprinter. Sie fliegen mit einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometer und beschleunigen in nur sechs Sekunden von null auf 70 Kilometer pro Stunde. Das gelingt so manchem Auto nicht. 


Vogelähnlich ist auch die Gestalt, insbesondere der breite, schwarz-weiß gezeichnete Hinterleib, der einem Federschwanz ähnelt. Die scheinbaren Federn sind jedoch verlängerte Schuppen, mit deren Hilfe Taubenschwänzchen beim Schweben vor den Blüten ausgezeichnet steuern können. Dank ihrer hervorragenden Flugeigenschaften legen Taubenschwänzchen Wanderungen bis zu 2.000 Kilometern zurück und gelangen so bis nach Skandinavien.


Die Tiere überwintern als voll entwickelte Schmetterlinge – als einzige Schwärmer-Art –, vertragen dabei aber keinen Frost. Neuerdings überwintern Taubenschwänzchen auch in einigen milden Regionen Süddeutschlands, so dass man einzelnen Exemplaren in jedem Monat des Jahres begegnen kann. Die Überwinterer legen im März ihre Eier an Labkräutern ab, von denen sich später die Raupen ernähren. Gegen Mitte Juni schlüpft dann die erste neue Faltergeneration des Jahres.

Der Giraffenhalskäfer

Gibt es wirklich Giraffenhalskäfer?


Ja, es ist ein endemischer Käfer auf Madagaskar.

Fahakinkana ist so ein Giraffenhalskäfer, der seine Insel erkundet. Begleitet den kleinen Käfer auf seinen zahlreichen Abenteuern und lernt die Tiere, Pflanzen und Gewohnheiten Madagaskars ein wenig besser kennen.


In dem Kinderbuch könnt Ihr alles zum Giraffenhalskäfer erfahren: