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Wissenswertes über Säugetiere

Wissenswertes der Säugetiere

Nasenaffen eine Laune der Natur


Es gibt eine Menge lustig aussehender Affenarten, aber der Nasenaffe ist wohl die "Nummer eins". Er hat eine riesige Nase, einen dicken Bauch und es sieht aus, als hätte er eine Weste mit Kapuze an.

Steckbrief


Nasenaffe (Nasalis larvatus)


Unterfamilie:

Schlank- und Stummelaffen


Familie:

Meerkatzenverwandte


Vorkommen:


Der Nasenaffe lebt ausschließlich auf der indonesischen Insel Borneo.


Beschreibung:


Der Nasenaffe erreicht eine Körpergröße von 65 bis 75 cm, bei einem Gewicht von 16 bis 22 kg. Die Weibchen sind nur halb so schwer, mit 8 bis 12 kg. Das auffälligste Merkmal ist die riesige gurkenförmige Nase der Männchen. Die Weibchen haben eine lustige Stupsnase. Das haarlose Gesicht bei den Alttieren ist hautfarbend und bei Jungtieren bläulich bis schiefergrau.


Lebensweise:


Die Nasenaffen leben in Gruppen von 5 bis 30 Tieren. Die Gruppen bestehen aus einem Männchen und mehreren Weibchen. Es gibt aber auch sogenannte Jungesellengruppen, in denen nur Männchen leben. Die Nasenaffen leben nie weit weg vom Wasser, denn sie sind die besten Schwimmer unter den Affen. Sie können sogar bis zu 20 Meter weit tauchen. Am Morgen und am Vormittag sind die lustigen Gesellen nicht sehr aktiv.


Wozu die große Nase?


Man geht davon aus, dass es sich um ein „Schönheitssymbol“ handelt. Um so größer die Nase des Männchens um so beliebter ist es bei den Weibchen. Besser riechen als andere Affenarten können die Nasenaffen trotz der Supernase allerdings nicht.


Nahrung:


Die Nasenaffen fressen hauptsächlich Blätter und Früchte.


Fortpflanzung:


Etwa 170 Tage nach der Paarung kommt meist ein einzelnes Jungtier zur Welt. Sieben Monate wird das Junge gesäugt. Die Jungtiere erreichen ihre Geschlechtsreife erst mit etwa 6 bis 7 Jahren.

Der „Liger“ ein Mix aus Löwe & Tiger

Liger: Die größte Raubkatze der Welt


Liger sind Hybride, die aus der Kreuzung eines männlichen Löwen (Panthera leo) und eines weiblichen Tigers (Panthera tigris) hervorgehen. Es existiert kein wissenschaftlicher Name der Mischform, eine mögliche Bezeichnung lautet Panthera leo x tigris. Der Begriff „Liger“ ist ein Kofferwort, das sich aus den Namen der Elterntiere ableitet. Das biologische Gegenstück zum Liger ist der Töwe (Tigon), welcher Nachkomme eines männlichen Tigers und einer Löwin ist.


Liger kommen nicht in freier Wildbahn vor, sondern werden in Gefangenschaft gezüchtet. Männliche Tiere sind unfruchtbar, so dass eine Fortpflanzung nicht möglich ist, weshalb Liger keine eigene Art darstellen. Vom Aussehen und Verhalten her weisen sie sowohl Löwen- als auch Tigermerkmale auf. Auffällig an Ligern ist ihre Größe, die sie in eine Reihe mit den größten Katzenarten der Erdgeschichte stellt und auch andere Großkatzenhybride übertrifft.


Liger erreichen eine Gesamtlänge von 3 bis 3,5 Metern, womit sie die Größe von sehr großen Sibirischen Tigermännchen erreichen. Ihr Gewicht kann 350 Kilogramm überschreiten. Damit werden Liger bisweilen schwerer als ihre Elternarten:

In Einzelfällen (vor allem in Gefangenschaft) können männliche Löwen oder Tiger zwar mehr als 300 Kilogramm wiegen, bleiben aber trotzdem hinter dem maximalen Körpergewicht eines Ligers zurück.


Das Aussehen einzelner Liger kann sich stark voneinander unterscheiden und spiegelt verschiedene Merkmale der Elternarten wider. Ein Teil der männlichen Liger hat eine Mähne, die allerdings schwächer als bei Löwen ausgeprägt ist und höher in der Stirn ansetzt. Mitunter haben männliche Liger überhaupt keine Mähne. Andere Liger haben einen „Backenbart“ wie Tiger.

Die Grundfarbe des Fells ist entweder sandfarben wie beim Löwen oder orangefarben wie beim Tiger. Das Fell ist von leichten Streifen durchzogen, die vor allem am hinteren Teil des Körpers stark auftreten. Zusätzlich können die Streifen teilweise in Flecken übergehen. Von der Tigerseite stammt das helle Bauchfell der Liger. Sie haben eine schwarze Schwanzspitze, allerdings fehlt meist die Quaste eines Löwen.


Liger kommen in freier Wildbahn nicht vor, da sich die natürlichen Lebensräume ihrer Elternarten gegenwärtig nicht überschneiden. Es existieren seit Jahrhunderten Beschreibungen über wildlebende Katzen, die auf Liger zutreffen könnten. Es gibt jedoch keinen Beweis für die Existenz von Ligern außerhalb menschlicher Haltung, obwohl Löwen und Tiger früher jeweils erheblich größere Verbreitungsgebiete bewohnten, sodass zumindest die äußeren Bedingungen für ein Treffen in freier Wildbahn gegeben waren.


Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liger

Das Erdferkel - ein Fabelwesen?

Das Erdferkel ist die einzige lebende Art der Säugetierordnung der Röhrenzähner. Die systematische Stellung des Erdferkels ist bis heute umstritten. Mit hasenartigen Ohren, einem schweineartigen Rüssel und einem Rattenschwanz gleicht es keinem anderen heute lebenden Säugetier. Übereinstimmungen mit den Ameisenbären beruhen auf konvergenter Evolution, nicht auf Verwandtschaft.


Merkmale


Erdferkel sind plumpe Tiere mit einem dicken Leib, mit krummem Rücken, einem an ein Känguru erinnernden Schwanz, ziemlich dickem Hals, langem, schmächtigem Kopf mit langen, rohrförmigen, sehr beweglichen Ohren und einem langen, schweineartigen Rüssel. Die Schnauze ist röhrenförmig ausgezogen und von einer dehnbaren Haut umschlossen, die dem langen Kiefer genügend Spielraum zum Kauen lässt. Die riemenförmige Zunge ist sehr lang, warzenreich und durch reichliche Speichelabsonderung immer feucht und klebrig. Das Erdferkel ist spärlich mit borstigem Haar bedeckt. Es wird bis zu 1,65 m lang, hat eine Schulterhöhe von 60 cm und wiegt zwischen 50 und 70 kg. Seine Zähne sind eine Besonderheit, die der Ordnung der Röhren- oder Röhrchenzähner ihren Namen gegeben haben. Sie sind zu säulenartigen Gebilden zurückgebildet und haben keine Wurzel. Während junge Erdferkel noch voll bezahnt sind, tragen ausgewachsene Exemplare nur noch im hinteren Teil des Kiefers Zähne.


Verbreitung und Lebensraum


Das Erdferkel ist in ganz Afrika südlich der Sahara verbreitet - überall dort, wo es Termiten gibt. Altägyptische Darstellungen geben starken Anlass zu der Vermutung, dass es einst auch nördlich der Sahara gelebt hat. Die Ägypter kannten das Erdferkel nicht nur, nach Meinung einer Minderheit unter den Ägyptologen war es sogar Symboltier des Gottes Seth. Allerdings halten die meisten Ägyptologen den Kopf der Seth-Bildnisse für den eines Esels und nicht eines Erdferkels.


Lebensweise


Erdferkel leben in offenen Landschaften und legen große Erdhöhlen und -baue an. Nachts kommen sie heraus, um auf Nahrungssuche nach Ameisen und Termiten zu gehen. Mit den starken Klauen reißt das Erdferkel die betonharten Termitenbauten auf und leckt mit seiner langen, klebrigen Zunge die Insekten auf.


Das Tunnelsystem, in dem das Erdferkel seinen Bau hat, hat in seiner Mitte eine 2 bis 3 m große Kammer. Von hier führen bis zu 13 m lange Gänge zu den Ausgängen. Obwohl das Erdferkel ein Einzelgänger ist, legen manchmal mehrere Erdferkel ihre Baue direkt nebeneinander an. Manchmal ruht das Erdferkel in einer Höhlung in einem Termitennest. Seine dicke Haut macht es gegen die Bisse der Insekten vollkommen unempfindlich.


Bei der kleinsten Störung flieht das Erdferkel in seinen Bau. Obwohl es sich meistens sehr langsam bewegt, kann es in diesem Fall hohe Geschwindigkeiten erreichen. Es orientiert sich mit Hilfe seines Gehörs und seines Geruchssinns. Die Augen sind weniger hilfreich. Wird es trotz allem eingeholt, wirft es sich auf den Rücken und schlägt mit seinen scharfen Klauen nach dem Angreifer.


Die Hauptnahrung sind Ameisen und Termiten, doch gelegentlich werden auch andere Insekten verspeist. In seltenen Fällen sah man ein Erdferkel eine Maus erbeuten. In Zoos lassen sich die Tiere auch mit pflanzlicher Nahrung füttern.


Erdferkel bringen nach 5-6 Monaten Tragzeit ein einziges Junges (Gewicht 2 kg), sehr selten auch zwei zur Welt. Das junge Erdferkel bleibt zwei Wochen lang in der Höhle verborgen. Erst dann beginnt es, die Mutter auf ihren nächtlichen Wegen zu begleiten. Mit 6 Monaten macht es sich selbständig und gräbt sich eine eigene Höhle. Mit zwei Jahren ist ein Erdferkel geschlechtsreif. Im Zoo erreichten Erdferkel ein Alter von 25 Jahren; in freier Wildbahn dürfte ihre Lebenserwartung niedriger sein.


Erdferkel sind in freier Wildbahn extrem schwer zu beobachten. Erdferkel verlassen ihre Bauten selten vor 22 Uhr und kehren lange vor Morgengrauen in ihre Bauten zurück.


 

Dieser Artikel basiert in Teilen auf dem ArtikelErdferkel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.