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Rieselfelder Münster

Rieslefelder Münster




Das Europareservat „Rieselfelder Münster“ liegt etwa 6 km nördlich des Stadtzentrums von Münster. Dieses von Menschenhand geschaffene Feuchtgebiet auf den ehemaligen Verrieselungsflächen der Stadt hat als bedeutender Rast- und Mauserplatz für Zugvögel eine wichtige Verbindungs- und Trittsteinfunktion für europaweit bedrohte Vogelarten.


Aus der Luft gesehen bieten die Rieselfelder das Bild einer großen Seenplatte mit über 100 Einzelteichen. Deutlich ist die Zweiteilung des Gebietes. Im nördlich gelegenen Naturschutzgebiet hat sich die ursprüngliche schachbrettartige Parzellierung weitgehend erhalten. Das südöstlich angrenzende, erst 1999 wieder vernässte Naturerlebnisgebiet ist weniger klar gegliedert.


Beide Gebiete zusammen sind als Europäisches Vogelschutzgebiet ein Baustein des Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 zur Erhaltung des europäischen Naturerbes und unterliegen internationalen Schutzbestimmungen.


Lebensräume


Die Rieselfelder sind ein Mosaik unterschiedlicher Lebensräume mit einer Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Viele Teiche im Reservat haben eine typische Zonierung von offenen Wasserflächen über Schlammfluren bis hin zu randlichen Röhrichten. Vor allem im Naturerlebnisgebiet nehmen feuchte Weiden und Wiesen große Bereiche ein. Streuobstwiesen und Brachen ergänzen das Angebot an Biotopen. Welcher Lebensraum von den Tieren bevorzugt wird, hängt auch von ihrer Spezialisierung und ihrer Mobilität ab. Während Vögel meist mehrere Biotope nutzen, gibt es beispielsweise unter den Insekten ausgesprochene Feinschmecker, deren Vorkommen an bestimmte Nahrungspflanzen gebunden ist.


Infolge der Bewässerung mit dem gereinigten Abwasser sind nach 1975 Amphibien, Reptilien (Ringelnatter!) und Fische heimisch geworden. 


Typisch für die Rieselfelder sind die niedrigen Wasserstände, die von 1 bis etwa 60 cm reichen. Seit 2013 werden – zumeist in geschlossenen Schilfformationen – Blänken mit einer Wassertiefe von etwa 80 cm ausgehoben. Diese vergrößern die Lebensraumvielfalt und erlauben Fischen, auch härtere Winter zu überstehen. Ihnen folgen dann die fischfressenden Vogelarten.


Quelle: http://wp.biostation-muenster.org


Amsel_Turdus merula-200
Bartmeise_Panurus biarmicus-150
Bartmeise_Panurus biarmicus-184
Bartmeise_Panurus biarmicus-188
Bekassine_Gallinago gallinago-147
Blaumeise_Cyanistes caeruleus-201
Dorngrasmuecke_Sylvia communis-183
Dunkler Wasserlaeufer_Tringa erythropus-48
Dunkler Wasserlaeufer_Tringa erythropus-76
Europaeische Schwanzmeise_Aegithalos caudatus europaeus-175
Europaeischer Buntspecht_Dendrocopos major pinetorum-241
Gruenschenkel_Tringa nebularia-88
Hoeckerschwan_Cygnus olor-282
Jagdfasan_Phasianus colchicus-258
Kiebitz_Vanellus vanellus-279
Kiebitz_Vanellus vanellus-283
Kohlmeise_Parus major-185
Kormoran_Phalacrocorax carbo-260
Kuhreiher_Bubulcus ibis-83
Lachmoewe_Chroicocephalus ridibundus-375
Lachmoewe_Chroicocephalus ridibundus-415
Loeffler_Platalea leucorodia-194
Moenchsgrasmuecke_Sylvia atricapilla-159
Rohrdommel_Botaurus stellaris-25
Rohrweihe_Circus aeruginosus-184
Rohrweihe_Circus aeruginosus-257
Rotkehlchen_Erithacus rubecula-167
Schilfrohrsaenger_Acrocephalus schoenobaenus-137
Schwarzkehlchen_Saxicola rubicola-268
Stieglitz_Carduelis carduelis-185
Teichrohrsaenger_Acrocephalus scirpaceus-269
Teichrohrsaenger_Acrocephalus scirpaceus-275
Uferschnepfe_Limosa limosa-185
Wasserralle_Rallus aquaticus-111
Wasserralle_Rallus aquaticus-118
Weissstorch_Ciconia ciconia-458
Zaunkoenig_Troglodytes troglodytes-206
Zwergdommel_Ixobrychus minutus-101
Zwergtaucher_Tachybaptus ruficollis-183

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